Oeko-zertifiziert, Muesli-Manufaktur, Blog über Muesli Manufaktur
Öko-Zertifiziert, Bio-Siegel, ökologischer Landbau, Muesli-Zutaten

Alles Bio oder
wie kommt das Bio-Label auf die Verpackung?

Was bedeutet es eigentlich für einen Betrieb Öko-zertifiziert zu sein, außer dass auf den Produktverpackungen und der Homepage das bekannte grüne EU-Logo mit den 12 weißen Sternen, die ein Blatt symbolisieren, steht?

Zuerst die Theorie*: die Grundvoraussetzung ist die, dass alle Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs, bei mir sind es die 14 Einzelzutaten des Mueslis, aus dem ökologischen Landbau stammen müssen. Das heißt, alle Zutaten wurden bereits Kontrollen unterzogen, die den Anforderungen der Rechtsvorschriften des ökologischen Landbaus entsprechen. Die Rechtsgrundlage hierbei ist das Öko-Landbaugesetz. Wer mehr wissen will, sonst wird es an dieser Stelle zu lang, dem empfehle ich die Website des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (www.bmel.de). Hierfür ist ein jährliches Audit notwendig.

*Entnahme der Informationen über die Website Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (www.bmel.de)

Zum jährlichen Öko-Audit in meinem Betrieb

Vorab erhalte ich eine Check-Liste zur Vorbereitung mit Fragen zum Sortiment, Bio-Lieferantenliste, Werbematerial, Etiketten (ganz wichtiger Punkt), Buchhaltung, Verkaufszahlen etc. Ich bin recht ordentlich und mag meine Excel-Tabellen wirklich gerne, aber bei diesen vielen Fragen wird mir schon ein wenig mulmig zumute.
Es ist mittlerweile das dritte Mal (2 Mal Audit und 1 Mal unangemeldeter Kontrollbesuch zwischendurch) und heute erhalte ich von zwei Mitarbeitern der Öko-Zertifizierungsfirma Besuch. Die beiden vorherigen Male hat mich ein Mitarbeiter aufgesucht.

Begegnet bin ich zwei aufgeschlossenen überaus freundlichen Mitarbeitern, die es gleichzeitig ganz genau wissen wollen. Wir haben uns wirklich alles (!) angesehen und das ganze Audit ging dann auch fast 5 Stunden lang. Zuerst wurde die Manufaktur inspiziert in Bezug auf Ausstattung, Hygiene und eine Wareninventur wurde vorgenommen, die MHDs (=Mindesthaltbarkeitsdatum) auf den Rohwaren geprüft.

Ab ins Warme…

Da bei mir nur ca. 10 Grad in der Manufaktur herrschen, sind wir anschließend in mein Büro gewechselt, dort habe ich einen warmen Kachelofen. Mir war übrigens nicht eine einzige Sekunde lang kalt, denn ich hatte trotz guter Vorbereitung viele Fragen zu beantworten und da kann einem schon mal warm werden.

Es geht auch ohne….Papier

Sehr erfreulich, das Öko-Audit geht ohne ein Blatt Papier vonstatten. Nachweise, Zertifikate etc. reichen in elektronsicher Weise aus. Das spart viel Papier. Das einzige Blatt Papier, das ich am Ende ausdrucke, ist die Bescheinigung, dass alle Anforderungen erfüllt sind und ich das Öko-Label für ein weiteres Jahr nutzen darf. Hängt -sogar gerahmt – in meiner Manufaktur, gemäß Artikel 29 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 834/2007.

Nach dem langen Vormittag fühle ich mich ein wenig ermattet von der Menge der Fragen und gleichzeitig erleichtert, denn ich habe den Eindruck, dass es gut gelaufen ist. Ich erhalte umgehend einen Auswertungsbericht und habe noch ein paar Änderungen auf der Homepage vorzunehmen. Et voilà…ein paar Tagen später flattert die neue Bescheinigung ins Haus.

Wieder etwas geschafft, was mir wichtig ist und Klarheit für die Verbraucher bringt.

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